Hermann der Lahme, Benediktiner auf der Insel Reichenau, lebte von 1013 bis 1054. Er war nicht nur schwerst behindert, sondern auch einer der größten Gelehrten seiner Zeit. Er verfasste bedeutende Werke über Geschichte, Astronomie, Mathematik und Musik; ihm werden die Dichtung und Komposition von "Salve Regina" und "Alma Redemptoris Mater" zugeschrieben. Dass eine Behinderung viele Möglichkeiten statt Grenzen bieten kann, war nicht nur im Mittelalter so, sondern ist auch heute möglich. Die Ausstellung "Behinderung. Keine Grenze! Tausend Jahre Erfahrung - von Hermann dem Lahmen bis heute" gibt reichlich Gelegenheit, sich dessen bewusst zu werden. Eltern, die ein behindertes Kind haben, erzählen bewegend in Videos von ihren Erfahrungen. Die Ausstellung wird eröffnet am Dienstag, den 20. Oktober um 19:00 Uhr im Roten Saal des Klosters St. Marienstern mit einem Vortrag über Hermann dem Lahmen und seine Zeit von Dr. Christian Striefler, Direktor der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen. Zu besichtigen ist die Ausstellung noch bis zum 3. November im Ausstellungsraum zwischen Klosterhof und Parkplatz (Tür im Durchgang). Öffnungszeit und Führungen täglich von 16:00 bis 19:00 Uhr und nach telefonischer Anmeldung: 0176 878 520 69